Vertiefung zum Cheat‑Sheet: Programmgestaltung
Im Leadership‑Promptathon und im Exklusiven Organisations‑Promptathon setzen wir das Strategic‑Prompting‑Framework praktisch ein.
Typischer Ablauf:
Vorbereitung
- Klärung von Ziel und Anlass des Programms
- Auswahl der wichtigsten Stakeholder
Promptathon‑Session (2–8 Stunden)
- Arbeiten in gemischten Teams entlang der 6 Schritte
- Entwicklung konkreter Prompts und erster Programmentwürfe
Follow‑up
- Optimierung der Ergebnisse
- Aufbau von RAG‑Wissensbasis und ggf. KI‑Assistent
- Ableitung von OKRs und Kommunikationsmaßnahmen
Damit wird die KI vom „Spielzeug“ zum echten Sparringspartner für Management‑Teams und Programmleiter:innen.

Zukunftsszenarien formulieren
Szenario‑Technik
Wann einsetzen?
- Wenn dein Programm stark von Markt, Regulierung oder Technologie abhängt
- Vor größeren Entscheidungen (z. B. Invest, Standort, Technologie‑Stack)
- Für Strategie‑Workshops mit Management
Beispiel‑Prompt:
Erzeuge drei plausible Szenarien für die nächsten 3–5 Jahre für unsere Organisation in der Branche [Branche] im Kontext des Programms [Titel]. Für jedes Szenario: - Beschreibe kurz die Rahmendaten (Markt, Regulierung, Technologie). - Bewerte, wie sich unser Ziel [Z] verändern müsste. - Nenne 5 Maßnahmen, die wir in diesem Szenario priorisieren sollten. - Identifiziere Frühindikatoren, an denen wir erkennen, dass dieses Szenario wahrscheinlicher wird.
Tipps:
- Benenne die Szenarien sprechend („Regulierte Konsolidierung“, „KI‑Turbo“, …).
- Nimm 1–2 Szenarien mit in Führungskräfte‑Runden und lass sie bewerten.


Klare Objectives und messbare Key Results
OKR‑Integration
Wann einsetzen?
- Wenn das Programm über mehrere Quartale / Jahre läuft
- Zur Übersetzung des Programms in Steuerungslogiken der Organisation
- Für Transparenz Richtung Vorstand, Bereichsleitungen, Teams
Beispiel‑Prompt:
Leite aus unserem Programm [Titel] auf Basis von Ziel [Z] 3–5 Objectives ab. Formuliere zu jedem Objective 2–4 messbare Key Results: - konkret, quantifizierbar, - mit einem zeitlichen Horizont (z. B. Quartal), - ambitioniert, aber realistisch. Zeige zum Schluss die Abhängigkeiten zwischen den Objectives und markiere, welche Key Results besonders kritisch sind.
Tipps:
- Anschließend mit der KI prüfen lassen: „Wo sind Key Results zu vage?“
- Die OKRs als Input für Programmbesprechungen verwenden, nicht nur als Deko.
Skalierte Kontext Erhebung
KI‑Interviews
KI-geführte Interviews ermöglichen das Einsammeln von vielen unterschiedlichen Perspektiven.
- Zeitlich 24/7 verfügbar für die Interview-Partner - volle Flexibilität.
- Strukturierte Auswertung, so dass alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden.


Künstlich erzeugte Stellvertreter
Synthetische Personas
Wann einsetzen?
- Wenn viele unterschiedliche Zielgruppen betroffen sind
- Für Kommunikationsplanung und Training
- In Workshops, um Empathie und Perspektivwechsel zu fördern
- Wenn es schwierig ist an 'echte' Persona Representanten zu kommen
Beispiel‑Prompt:
Erstelle drei synthetische Personas für unser Programm [Titel]: 1. Eine Führungskraft im Bereich [Bereich], 2. Eine erfahrene Fachkraft, 3. Eine jüngere Mitarbeiterin / ein jüngerer Mitarbeiter. Beschreibe: - Rolle und Verantwortlichkeiten, - Erwartungen an das Programm, - typische Sorgen und Widerstände, - Informations- und Lernpräferenzen, - was die Person als "schnellen Erfolg" wahrnehmen würde.
Tipps:
- Personas im Team prüfen („Trifft das unsere Realität?“).
- Sie anschließend verifizieren, um Mails, Townhall‑Slides oder Trainings gegen diese Personas „zu testen“.
Wettbewerbs‑ und Benchmark‑Analysen
Wettbewerbsanalyse
Wann einsetzen?
- Wenn du Argumente für Entscheidungsgremien brauchst („Was machen andere?“)
- Zur Vorbereitung von Strategie‑ oder Aufsichtsgremiensitzungen
- Um typische Best Practices und Fehler zu sammeln
Beispiel‑Prompt:
Analysiere, wie Unternehmen in [Branche] typischerweise Programme wie [Programmart, z. B. Umorganisation / Technologieeinführung] umsetzen. Beschreibe: - 5 häufige Erfolgsfaktoren, - 5 typische Stolperfallen, - 3 Beispiele für gute und 3 für schlechte Umsetzung (anonymisiert). Übertrage die wichtigsten 5 Lessons Learned auf unser Programm [Titel] mit konkreten Handlungsempfehlungen.
Tipps:
- Immer klar machen, dass die KI keine vertraulichen Interna kennt → Ergebnisse sind Orientierung.
- Wo es kritisch ist (z. B. Regulierung, Kennzahlen), mit realen Daten/Expert:innen abgleichen.


Tiefergehende Nachforschungen einbinden
Deep Research
Fast schon nicht mehr für Fortgeschrittene, sondern ein grundlegender Aspekt, gilt es unterschiedliche "Deep Research" Auswertungen in den Ablauf sinnvoll zu integrieren.
Glossar
Retrieval Augmented Generation (RAG): KI nutzt zusätzlich gezielt eingebundene Dokumente als Wissensquelle (z. B. Programmpapiere, Organigramme, Richtlinien).
KI-Assistent: Chatbot mit festem Programmkontext, der Fragen zum Programm beantworten kann (z. B. für Führungskräfte, Projektteam, Mitarbeitende).
Hinweis zu Varianten
Für Strategisches Prompting im Kontext reiner Strategiearbeit oder Organisationskultur‑Entwicklung empfiehlt sich häufig eine angepasste Vorgehensweise (z. B. stärkerer Fokus auf qualitative Interviews, Kulturdiagnostik, Management‑Offsites). Das hier beschriebene Framework kann dabei als Strukturhilfe genutzt, aber flexibel angepasst werden.
Kontakt
Ihr Kontakt für Strategisches Prompting:
Dr. Peter Schopf
Info@schopf-meta-consult.de
Cheat-Sheet Strategic Prompting
Download & Kontakt
Das Strategic‑Prompting‑Cheat‑Sheet können Sie hier als PDF herunterladen und in Ihrem Unternehmen teilen.
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